CJD Kampagne: Wir machen uns auf die Socken!

Prominenz und das CJD fordern:

Vergesst die Schwachen in unserer Gesellschaft nicht

Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen sozial Schwache eine Chance bekommen. Das fordert das CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) mit seiner spektakulären Kampagne "Wir machen uns auf die Socken!". Von Fußballvizeweltmeister Miroslav Klose bis zu Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm unterstützen zahlreiche Prominente das Projekt. Bis zum Höhepunkt der Kampagne am 19. September 2003 verwirklichen die rund 100 000 Menschen im CJD zahlreiche Aktionen rund um die Socke. Der Fokus liegt dabei auf dem Sammeln von Tausenden von Socken.

"Ich mache mich zusammen mit dem CJD für Benachteiligte auf die Socken, weil jeder Mensch eine Zukunftsperspektive braucht." So begründet der Sänger Giovanni der Popgruppe BroSis sein Engagement für das Projekt "Wir machen uns auf die Socken!". Gemeinsam mit seinen vier Bandkollegen ist er bundesweiter Schirmherr der Aktion.

Viele weitere Menschen haben sich schon mit dem CJD solidarisiert: "Nur die Socke zählt", sagt Fernsehmoderator Kai Pflaume.

Mit dabei sind auch Schauspieler Uwe Ochsenknecht, Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm, die Bischöfe Dr. Walter Klaiber und Manfred Melzer, Tennis-Profi Rainer Schüttler, die Fußballspieler Toni Polster, Miroslav Klose und Tom Dooley, Radsportler Eric Zabel, Rodel-Olympiasieger Georg Hackl, die Fußballbundesligisten 1. FC Köln, Hannover 96 und der VfL Wolfsburg, Bundestag- und Landtagsabgeordnete, Bürgermeister und Pfarrer.

"In Zeiten leerer Staats-Kassen und insbesondere im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003 rufen wir mit unserer Kampagne auf, diejenigen nicht zu vergessen, die als Erste durch das soziale Netz zu fallen drohen", sagt Hartmut Hühnerbein, Sprecher des CJD Vorstands. "Dafür macht sich das gesamte Werk mit seinen 8 000 Mitarbeitern und rund 90 000 Jugendlichen und Erwachsenen, die während eines Jahres im CJD leben, lernen und arbeiten, sinnbildlich auf die Socken."

Das große Jugend-, Bildungs- und Sozialwerk unterstützt an 150 Standorten in Deutschland jährlich rund 90.000 benachteiligte Jugendliche und Erwachsene. Die über 8.000 Mitarbeiter bieten etwa Sonderschülern ohne Hauptschulabschluss Ausbildungsmöglichkeiten an, betreuen ehemalige Drogenabhängige oder beraten jugendliche Migranten. Pädagogische Konzepte integrieren geistig behinderte und hochbegabte Kleinkinder in einen Kindergarten. Das CJD kümmert sich um essgestörte Mädchen ebenso wie um gewaltbereite oder kriminell auffällig gewordene Jugendlichen.

Für die Kampagne "Wir machen uns auf die Socken" machen sich alle stark, die im CJD lernen, leben und arbeiten. Von ihnen allen werden Socken gesammelt - als Zeichen, dass auch Benachteiligte in unserer Gesellschaft eine Chance erhalten müssen.

Höhepunkt der Sockensammlung ist der 19. September, den das CJD zum S-DAY erkoren hat. An diesem Tag werden alle Socken mitten in den Einkaufszonen von Chemnitz, Hannover, Köln, Mainz und Stuttgart an riesigen Gerüstwürfeln präsentiert. Prominenz aus

Showbiz, Politik und Wirtschaft ist dabei, wenn es um den Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde geht. An diesem Tag ruft das Werk auch alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Solidarität zu zeigen. Sie sollen ebenfalls Socken spenden, denn für jede Socke zahlen Sponsoren in den extra eingerichteten CJD-Sozialfonds ein. Damit werden nach Ende der Aktion besondere Projekte aus den insgesamt 20 Arbeitsbereichen des CJD unterstützt.

Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.

Menschen ganzheitlich fördern

Das CJD (Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.) ist eines der größten Jugend-, Bildungs- und Sozialwerke in Deutschland. Seit mehr als 50 Jahren bietet es jungen und erwachsenen Menschen Ausbildung, Förderung und Unterstützung in ihrer aktuellen Lebenssituation an. Nach dem Motto "Keiner darf verloren gehen!" orientiert es die Inhalte seiner Arbeit am christlichen Menschenbild. Die 8000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen im Laufe eines Jahres insgesamt 90.000 Menschen, beispielsweise durch die Ausbildung von Jugendlichen mit Lernbeeinträchtigungen, Schulen für asthmakranke oder hochbegabte junge Menschen, Integrationsberatung für jugendliche Migranten, Werkstätten für behinderte Menschen oder Hilfe für gefährdete Jugendliche.

Das CJD ist überkonfessionell, die Mitarbeiter gehören einer der Kirchen der ACK an. Das Werk ist Mitglied im Diakonischen Werk und im CVJM. Vorstandssprecher des CJD ist Pfarrer Hartmut Hühnerbein. Er leitet den Ausschuss für Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit in der Landessynode Württemberg und ist Mitglied in der Synode der EKD.

CJD-Kampagne: Wir machen uns auf die Socken

Das ganze CJD sockt mit

In den 150 CJD Einrichtungen dreht sich alles nur noch um die Socke: Azubis aus dem CJD Jugenddorf Wissen backen Kuchen in Sockenform, normal und hoch begabte Kinder aus dem Kindertreff "Fantasticus" in Hannover stellten eine Computer-Animation mit Socken her und Auszubildende des Berufsbildungswerkes in Frechen fertigten eine zwei Meter lange Socke aus Metall. Das CJD Jugenddorf Burgsteinfurt strickt zusammen mit der ganzen Stadt Steinfurt an einer Riesensocke, die bereits über drei Meter lang ist, die geistig Behinderten der Werkstätten in Salzgitter haben mehr als tausend Socken aus Papier gebastelt und damit den Eingang dekoriert und Celler Unternehmen paddeln mit jugendlichen Migranten in Kanus auf der Aller für jeden gefahrenen Kanukilometer spenden sie Bares für die deutschlandweite Kampagne. Vom Turm des Schlosses Kaltenstein, wo Metallbauer, Schreiner und Raumausttatter ausgebildet werden, weht eine dreidimensionale, vier Meter lange gelbe Stoffsocke, in Göddenstedt führten Förder-Schüler ein Schauspielspektakel mit Sockenfiguren auf, beim Sockenfest in Prignitz gab es für die behinderten Bewohner Sockenweitwurf, Sockenstaffellauf und Sockentauziehen. Jugendliche aus Nienburg üben einen Socken-Bauchtanz mit einem Rock aus Socken, und das CJD Siegen-Wittgenstein macht eine 12 Kilometer lange Wanderung auf Socken.

Im Mittelpunkt der Aktionen steht das Sammeln von Socken. Tausende von Socken werden aus dem CJD zusammen kommen. Am S-DAY, dem 19. September 2003, werden alle diese Socken in den Städten Mainz, Chemnitz, Stuttgart, Köln und Hannover präsentiert. Mitten in den Einkaufszonen an meterhohen Gerüstwürfeln. Die Tausenden von Socken stehen für das Engagement, sich für Benachteiligte auf die Socken machen.

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